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Zur Person

         
 

 

Georg Stanek

Kirchenmusikdirektor
 

Preisträger 2011 der
Stiftung Bücher-Dieckmeyer
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Johann-Christian-Reinhart-Plakette der Stadt Hof 2011
 

Herr Stanek erteilt Ihnen oder Ihren Kindern gerne auch Orgelunterricht, wahlweise auf der Heidenreichorgel in St. Michaelis oder auf der Simonorgel der Hospitalkirche.

Zum Preis von 16,13 €  pro Stunde haben sie Anspruch auf interessante und lehrreiche Informationen für das Spiel auf der Königin der Instrumente.

Für weitere Auskünfte rufen Sie Herrn Stanek an.

 
Kirchenmusikdirektor
Georg Stanek

Maxplatz 1, 95028 Hof,
Tel. (0 92 81) 8309-90
Fax (0 92 81) 8309-91
E-Mail: georg.stanek.gkv-hof@elkb.de

 

Kirchenmusik im Dekanat Hof


Klicken Sie auf das Bild.

Liebe Hofer Gemeindeglieder,

als Ihr Stadt- und Dekanatskantor an St. Michaelis und der Hospitalkirche möchte ich mich Ihnen an dieser Stelle vorstellen. Am 1. Februar 2001 begann meine Anstellung als Nachfolger von Herrn KMD Reinhard Wachinger. Ich freute mich sehr, dieses Amt als Kirchenmusiker übernehmen und weiterführen zu können.

Ein paar Worte zu meiner Person:

Geboren und aufgewachsen bin ich in Ostheim vor der Rhön. Dort hatte ich Gelegenheit in einem Spielkreis für Alte Musik mitzuwirken. Nach dem Abitur erfolgte das Studium an der Fachakademie für evang. Kirchenmusik in Bayreuth mit dem Abschluss der B- Prüfung. In dieser Zeit versah ich auf nebenamtlicher Basis gelegentlich den Organistendienst in Ostheim und der Umgebung. Nach der B- Prüfung absolvierte ich noch das Klavierdiplom und wechselte danach in die Hansestadt Lübeck, um an der dortigen Musikhochschule die A- Prüfung für Kirchenmusik abzulegen. In dieser Zeit war ich, neben dem Studium, Kantor in einer kleineren Gemeinde zwischen Lübeck und Ratzeburg und Assistent bei Herrn Prof. H. Rohmeyer, meinem Orgellehrer, am Lübecker Dom. Nach der A-Prüfung im Sommer 1999 entschloss ich mich für das einjährige Praktikum, um die Anstellungsfähigkeit als Kirchenmusiker in der bayerischen Landeskirche zu erwerben. Rothenburg ob der Tauber hieß nun die nächste Station. Leider beherrsche ich bis heute immer noch nicht die japanische Sprache, doch dafür konnte ich meine bisher gesammelte Erfahrung der Gemeindearbeit einbringen und erweitern. Zahlreiche Konzerte, sowohl solistisch als auch im Orgelduo „for two to play“, ergänzen meine bisherige Tätigkeit. Neben Engagements beim Thüringer Orgelsommer konnte ich auf der Expo 2000 die Open-Air-Orgel der Firma Hoffmann vorstellen.

Ich bin sehr gespannt auf das Arbeitsfeld in Hof und auch im Dekanat und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und den verschiedenen Gruppen in der Gemeinde.

Ihr Georg Stanek (Stadt- und Dekanatskantor)

 

 

 

"Nur Musik –
das Paradies auf Erden"

 

 

Das Interview führte Michael Thumser. Erschienen in der Frankenpost/Schauplatz Kultur, Ausgabe
Hof, 17. Februar 2001.
  Abdruck mit freundlicher Genehmigung der
Frankenpost.

 

 

 

Nur etwa 35 „A-Stellen“ – Kantorenposten sozusagen ersten Ranges – gibt es in Bayern. Eine davon, hat ihren Sitz in Hof: das Amt des Stadt- und Dekanatskantors. Als sie im vergangenen Jahr frei wurde, bemühten sich 31 Bewerber um sie; nur vier wurden eingeladen, nur drei stellten sich vor. Den Sieg trug der 29-jährige Georg Stanek davon. Wir sprachen mit ihm.

 

Ein knapp dreißigjähriger Berufsanfänger – und gleich auf so illustrer Stelle: Gibt’s solche Fälle oft?

     Stanek: Selbstverständlich ist das nicht. Mir wäre eine B-Stelle in Neustadt an der Saale offen gestanden, hätte ich in Hof  kein Glück gehabt. Als dann wirklich der Anruf vom Dekan kam, war ich von allen Socken.

 

Waren Sie ein Wunderkind?

     Stanek: Nein. In unserer Familie wurde Hausmusik sehr gepflegt. Meine Mutter spielt Geige – und auch ich begann mit der Violine. Mit zehn Jahren nahm ich Klavierunterricht. Von der Oma erbte ich, als ich zwölf war, ein Cello. Das Orgelspielen lernte ich vom sechzehnten Lebensjahr an. Ein Musikenthusiast – das bin ich von Kind auf gewesen. Jetzt ist mein Hobby mein Beruf.

 

Wie wurden Sie, was Sie sind?

     Stanek: Zur Welt kam ich 1971 in Mellrichstadt; aufgewachsen bin ich in Ostheim vor der Rhön. An der Kirchenmusikschule in Bayreuth bereitete ich mich auf die C-Prüfung vor – nichts als Musik: Das war das Paradies auf Erden. 1996 machte ich hier die B-Prüfung – und im Jahr darauf das Klavierdiplom; das bedeutete sechs bis acht Stunden Üben am Tag. Dann wechselte ich für zwei Jahre nach Lübeck, wo ich im Sommer 1999 mit der A-Prüfung abschloss. In Rothenburg ob der Tauber, als Praktikant und Assistent, lernte ich anschließend über ein Jahr lang die Praxis kennen.

 

Jetzt, in Hof, folgen Sie einem verdienstvollen Vorgänger, der die Stelle 31 Jahre lang innehatte. Schüchtert Sie das ein?

     Stanek: Ein bisschen schon. Reinhard Wachinger galt in der ganzen Region geradezu als Institution. Sein Wirken hat überall unübersehbare Früchte und Spuren hinterlassen.

 

Was erwartet Sie in Hof? Was erwarten Sie von Hof?

     Stanek: Orgeldienst, Posaunenchor – und natürlich die St. Michaeliskantorei. Als funktionstüchtigen Chor hab ich sie schon kennen gelernt; aber ihre Altersstruktur ist keineswegs optimal.

 

Nun werden Sie, als neuer Besen, gut kehren wollen. Eine Verjüngungskur – auch hier?

     Stanek: Mitglieder aussieben, Altersgrenzen festsetzen – an derlei denke ich nicht. Aber unzweifelhaft ist es an der Zeit, dass der Chor offensiv um neue, vor allem junge Sänger wirbt. Die sollten sich in Hof, einer Schul- und Fachhochschulstadt immerhin, und seinem Umland wohl finden lassen. Ein noch junger Chorleiter kann da ein Anreiz sein. Im Posaunenchor finden sich alle Altersgruppen – der ist auf einem grünen Zweig.

 

Brauchen Sie für jüngere Leute nicht auch ein jüngeres Repertoire? Dem Publikum stellen Sie sich am Karfreitag allerdings mit Bachs Johannespassion vor, die erst vor einem Jahr auf dem Programm der Kantorei stand.

     Stanek: Das war, wegen der Kürze der Probenzeit, kaum anders zu machen. Im Advent wird’s auch das Weihnachtsoratorium geben. An Bach führt kein Weg vorbei. Aber neue Akzente will ich schon setzen – und überhaupt das Repertoire gründlich erweitern: nicht nur die großen Schinken, sondern auch kleinere und größere Sachen aus dem 20. Jahrhundert; nicht nur die gewichtige Chorsymphonik, auch den A-cappella-Gesang – das Singen ohne Instrumentalbegleitung ist überhaupt unerlässlich für einen kultivierten Klang und mehr Vielseitigkeit.

 

Dürfen wir mit echten Staneks rechnen – komponieren Sie?

     Stanek: Lieber improvisiere ich an der Orgel: Stimmungen aus Bildern und Texten probiere ich gern unmittelbar auf den Tasten aus. Das Stegreifspiel gehört zu den ganz alten Organistentugenden.

 

Ihre Lieblingskomponisten?

     Stanek: Ich komme von der Alten Musik her – in einem Spielkreis hab ich mich als Jugendlicher von der Altblockflöte bis zum Großbasskrummhorn hochgedient  –: Bach, überhaupt der Barock, steht also obenan. Aber auch die romantische Orgelmusik, namentlich die Max Regers, schätze ich und kann überdies der frühen deutschen Moderne, einem Hugo Distler etwa, viel abgewinnen.

 

Mit der Michaelisorgel steht ihnen ein gewaltiges Instrument zur Verfügung.

     Stanek: Die Heidenreichorgel mit ihrer imponierenden Vielstimmigkeit konnte ich im vergangenen August erstmals richtig ausprobieren – sie scheint mir ideal für Musik der deutschen Romantik. Nicht wegleugnen lassen sich freilich ein paar technische Schwächen und Verschleißerscheinungen, die wir beheben müssen. Für ein so ein differenzierungsfähiges Instrument erträume ich mir eine Setzer-Anlage, also einen programmierbaren Registriercomputer, mit dessen Hilfe sich die Klangvielfalt etwa eines Reger oder Olivier Messiaen prächtig entfalten ließe. Finanzieren könnte man die Anlage womöglich über eine CD. In meiner Heimat Ostheim hatte ich Erfolg mit einem ähnlichen Plattenprojekt; da ging es um die Renovierung des Kirchendachs.

 

Nun allerdings erfreuen sich die Hofer Orgelkonzerte eines nicht eben regen Besuchs.

     Stanek: Dagegen kann man etwas tun: durch neue Inhalte – so plane ich etwa ein Konzert unter dem Leitmotiv „Die Orgel tanzt“; ebenso durch andere Aufführungsformen wie Gesprächskonzerte; nicht zuletzt durch einen anderen Platz fürs Publikum: Statt unten im Schiff zu sitzen, sollten die Zuhörer besser zum Interpreten auf die Orgelempore kommen.

 

Wie sesshaft will ein noch junger Künstler wie Sie werden? Streben Sie von Hof bald wieder fort?

     Stanek: Eine A-Stelle wie die hiesige: Das erscheint für mich in nächster Zeit kaum steigerungsfähig. Verkriechen werde ich mich hier nicht: Gastierend bin ich schon jetzt viel und weiträumig unterwegs, solistisch oder mit einem Partner bei vierhändigen Orgelkonzerten. Bei der Expo in Hannover spielte ich an der Südostecke des deutschen Pavillons auf einer Lkw-Orgel – die war auf der Ladefläche eines 7,5-Tonners aufgebaut. Für eine dauerhafte Veränderung muss ich Aussicht haben auf Verbesserung. Hof jetzt – das ist schon Gold für mich.

 

 
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